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8. September 2008 WAZ

Ranking: Stadt landet wieder tief im Keller!

München ist erneut Sieger beim Großstadtranking von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Magazin Wirtschaftswoche, Gelsenkirchen landet wieder auf Rang 48 - dem drittletzten Platz. Die Studie berücksichtigt ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote. Die Gesamtbewertung für jede Stadt setzt sich dabei aus aktuellen Daten - hier belegt Gelsenkirchen Platz 48 - sowie den Veränderungen im Zeitraum von 2002 bis 2007 -hier belegt die Stadt Rang 29 -zusammen.
Positiv werteten die Statistiker etwa die vergleichsweise geringe Anzahl an Straftaten oder den zwischen 2002 und 2007 um 1,6 Prozent gestiegenen Anteil der Beschäftigten mit einem Hochschulabschluss. Auf Platz drei der Studie kam Gelsenkirchen bei der Realsteuerkraft, die sich von 2002 bis 2006 um 33 Prozent verbesserte, sowie den Arbeitskosten, die im selben Zeitpunkt um 0,2 Prozent gesunken sind.
Die aktuell hohe Arbeitslosigkeit, die schlechte Altersbeschäftigungsquote sowie die geringe Kaufkraft stürzen Gelsenkirchen aber tief in den Keller. Auch ist über die Jahre keine Besserung eingetreten: Der Anteil der Alg-II-Empfänger je 100 Einwohner stieg laut Studie von 2002 bis 2007 um 4,5 Prozentpunkte und damit überdurchschnittlich stark, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten verschlechterte sich im selben Zeitraum um 3,6 Prozent weit stärker als anderswo, und auch die Arbeitslosenquote stieg um 1,1 Prozent und damit mehr als anderswo.
Hinter Gelsenkirchen landete Aachen (minus vier Plätze) und wie zuletzt Berlin.