Gelsenkirchen. "Gewählt habe ich euch schon länger. Jetzt aber möchte ich
Mitglied werden." Der Inhaber der Gaststätte Zum Windrad im Revierpark
Nienhausen verlangte gleich ein Beitrittsformular in die Partei DIE LINKE.
Dort hat sich die AG Betrieb und Gewerkschaft am Samstag, dem 1.12.2007
landesweit konstituiert und ihn mit ihren geplanten Aktivitäten begeistert.
Bärbel Beuermann stellvertretende Landesvorsitzende DIE LINKE. NRW führte
durch den Tag und moderierte die Wahlen der Landesparteitagsdelegierten und zum SprecherInnenrat, souverän und kompetent. Der siebenköpfige Vorstand muss zeitnah noch durch die Nachwahl einer Frau ergänzt werden.
SprecherInnen wurden: Zeynep Dere, Susanne Kim und Ingrid Kolbe, Gregor
Falkenhein, Stefan Krug und Holger Vermeer.
Der bisherige Vorstand der LAG wurde entlastet. Seine Aktivitäten gegen die
Dienstleistungsrichtlinien (Bolkestein) dauern immer noch an. Der bisherige
SprecherInnenrat hatte besonders durch die Unterstützung der Streikenden bei Gate Gourmet, im Einzelhandel und jüngst in Rheine gegen Arbeitplatzverlust solidarisch Präsenz gezeigt und die Menschen bestärkt.
Die stellvertretende Parteivorsitzende Ulrike Zerhau riet zur Zusammenarbeit
auf Augenhöhe mit Gewerkschaften und Betriebsräten. Die AG Betrieb &
Gewerkschaft nahm sich jede Menge Aktivitäten vor, um prekär gewordene
Arbeit auch in der Zusammenarbeit mit sozialen Bewegungen und
Gewerkschaftern human zu gestalten, zuerst durch die Mindestlohnkampagne,
die schon seit geraumer Zeit läuft und bundesweit Anstöße gegeben hat.
Leiharbeit mit ihren Auswirkungen auf schlechte Arbeitsbedingungen und als
Möglichkeit, Streiks zu brechen, gilt es zu bekämpfen.
Wolfgang Zimmermann, Landessprecher NRW, forderte Arbeitszeitverkürzung und die Rücknahme der Rente ab 67. Ulla Lötzer MdB und Hüseyin Aydin MdB
berichteten von Betriebsrätekonferenzen und wünschen sich durch die
Verknüpfung der AG-Arbeit mit der Fraktion im Bundestag im Einsatz für die
Mindestlohnforderungen und im Widerstand gegen prekäre Arbeitbedingungen
unterstützt zu werden. Die Landesarbeitsgemeinschaft will kämpferische
Betriebsräte unterstützen im Einzelhandel, im öffentlichen Dienst im
Widerstand gegen die Änderungen durch das neue rückschrittige
Landespersonalvertretungsgesetz und auch im Handwerk gegen prekäre
Arbeitsbedingungen. Um die Schlagkraft zu verstärken, sollen Kampagnen stark gebündelt werden.
Dass Zuschauen und Zuhören bei Parteidiskussionen Lust auf Mitarbeit macht,
hat DIE LINKE schon oft erlebt und lädt deshalb herzlich dazu ein.