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4. Juni 2008 RH / RG

Preisexplosionen verstärken die Verarmung in Gelsenkirchen

Die Hiobsbotschaften reißen seit Monaten nicht ab.
Die jährliche Teuerungsrate liegt im Mai 2008 wieder über 3%.
Viele Produkte des täglichen Lebens werden in Gelsenkirchen immer teurer.
Ob Energiekosten, Wohnnebenkosten oder Gaststättenpreise, alles trägt zur einer hohen Inflationsrate bei.
Diese Meldungen sind an sich schon für Gelsenkirchen beunruhigend.
Aber vor dem Hintergrund des gerade erschienen Armuts– und Reichtumsberichts der Bundesregierung zeichnen diese nüchternen Zahlen ein bedrohliches Szenario.
Auf der einen Seite finden z.B. die Bruttojahreslöhne und  - gehälter zwischen 2002 und 2005 real von durchschnittlich 24.873 € auf 23.684 € und damit um 4,7%.
Auf der anderen Seite steigen die Preise vor allem von den Waren, die zur unverzichtbaren Grundversorgung gehören.
Die Schonung des Privaten Haushaltsetats von Gelsenkirchenern Bürgern, durch individuellen Verzicht und Sparsamkeit sind da enge Grenzen gesetzt.
Sinkendes Lohnniveau in unserer Stadt und Ausweitung des Niedriglohnsektors, Armutsrenten und ALGII Bezug oder Aufstockung trotz Arbeit lassen immer mehr Menschen immer weniger Geld, mit den sie für das Allernötigste immer mehr bezahlen müssen.
Das ist die aktuelle Realität in unserer Stadt, so die Linke Gelsenkirchen.