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13. April 2008 SCHLAGLICHTER

DREI JAHRE HARTZ IV

SCHLAGLICHTER

Das Zitat:
„Wir haben ein sehr gutes Netzwerk aufgebaut. Das ist nicht in allen Städten so gut gelungen." (Arbeitsagentur-Chefin Beate Kostka)

Das Personal:
Unterm IAG­-Dach arbeiten 464 Menschen (304 sind offiziell bei der Bun­desagentur beschäftigt, 160 bei der Stadt). Die Soll-Besetzung ist 489. Aufstocken dürfe man wegen eines Einstellungs­stopps zurzeit nicht, so IAG-­Chef Reiner Lipka. 118 befris­tete Stellen laufen Ende 2008 aus; ein Großteil kann bis 2010 verlängert werden.

Die „Zwangsumzüge":

„Die Situation hat sich etwas beru­higt“, sagt Lipka. In 2007 habe man in 2100 Fällen Leistungsbezieher aufgefordert, ihre „zu hohen Mietkosten" zu senken. In 172 Fällen sei ein Umzug erfolgt, in 741 Fällen eine Sen­kung der Leistungen. Und: In 166 Fällen habe der Vermieter die Kosten gesenkt, in 261 Fäl­len habe das IAG „soziale Gründe" anerkannt.

Die Statistik:

An Maßnahmen nähmen jeweils 6000 IAG-­Kunden teil, so Reiner Lipka. Davon fielen 4000 offiziell aus der Arbeitslosigkeit heraus.

Die Aufstocker:

2500 Men­schen sind in einem Vollzeit­job, könnten davon aber nicht leben und erhalten zusätzlich Alg II. Auch diese Gruppe taucht statistisch nicht auf.

Der Karneval:

Die IAG-Mit­arbeiter arbeiten zu unter­schiedlichen Konditionen. So haben einige Rosenmontag frei, andere nicht. Und: Für ein und dieselbe Arbeit liegt die Gehaltsspanne zwischen 1400 und 2500 €. Die Grenzen ver­laufen zwischen Stadt/Agen­tur, aber auch zwischen Beam­ten und Angestellten.

Die Kommune:

2004 hatte die Stadt Sozialhilfekosten von 61,5 Mio. €. Hartz IV koste so­gar „einige Millionen" mehr, so Sozialdezernentin Henri­ette Reker. Das rechne sich aber, denn: Die Stadt versorge nun einen größeren Personen­kreis mit umfassenderen Leis­tungen als vor 2005. Haupt­posten: Unterkunftskosten. loc

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Das Integrationscenter und seine Träger Stadt und Agentur zogen eine sehr positive Bilanz. IAG-Geschäftsführer Lipka fordert nun einen dritten Arbeitsmarkt, OB Baranowski eine Verfassungsänderung.

„Eine Erfolgsstory“

Leerer ist's seit 2005 auf den Fluren der Arbeitsagentur geworden. Auch dank Hartz IV, sagen die Verantwortlichen.