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Diskussionsabend - Antisemitismusvorwurf als politisches Diffamierungsinstrument

Wann kommt Antisemitismus als Diffamierungsinstrument zum Einsatz? Wer steckt dahinter und kommt dadurch am Ende offen ausgelebter Antisemitismus in rechten Kreisen straffrei davon? Darüber diskutieren wir mit dem Außenpolitikexperten Wolfgang Gehrcke.

Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Außenpolitik-Experten Wolfgang Gehrcke veranstaltet der Kreisverband der Gelsenkirchener LINKEN am kommenden Freitag, 15.11.2019, um 19.00 im Werner Goldschmidt-Salon, Wildenbruchstr. 15-17.

Beschreibung:

Seit einigen Jahren versuchen Rechtskonservative Kreise verstärkt, fortschrittliche und linke Kritik der US-amerikanischen und der israelischen Regierungspolitik als antisemitisch zu brandmarken und damit als indiskutabel oder gar kriminell zu diffamieren. Bei diesen Kampagnen geht es nicht etwa darum, den tatsächlich existierenden, teils mörderischen Antisemitismus rechter oder fanatisch religiöser Kreise zu bekämpfen. Folgerichtig wird bewusst verschwiegen, dass sich linke Kritik nie gegen Völker oder Religionen, sondern immer gegen die konkrete Politik der jeweiligen regierenden Eliten richtet. Die Antisemitismus-Kampagnen entpuppen sich damit bei genauerem Hinsehen als gezielter Versuch, linke Kapitalismuskritik und Kritik an der kriegerischen Politik bestimmter Regierungen zu diskreditieren und außerhalb des demokratischen Dialoges zu verdrängen. Schon das Hinterfragen dieser Politik und erst recht die Beschäftigung mit möglichen Alternativen sollen so letztlich mit einem Denkverbot belegt werden. 

Über die Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfes in der deutschen Innenpolitik und über den Umgang mit Rufmordkampagnen diskutieren wir am Freitag, 15.11.2019  mit Wolfgang Gehrcke, Experte für Außenpolitik und bis Herbst 2017 stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag und Mitglied im Parteivorstand DIE LINKE. 2015 veröffentlichte er zum Thema das Buch: RUFMORD. Die Antisemitismuskampagne gegen links. 

Alle Interessierten sind herzlich zur Diskussion eingeladen.