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Dokutipp: Die Machenschaften der Textil- und Pharmaindustrie

Wie wirken sich die Machenschaften der Textilindustrie auf Flüsse aus? Welchen Einfluss hat Cholesterin wirklich? Antworten auf diese und mehr Fragen liefern zwei spannende Filme in unserem Dokutipp zum Wochenende.

Vergiftete Flüsse – Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie 
Mehr als 90 Prozent unserer Kleidung stammen aus Asien, besonders aus China, Bangladesch und Indien: Billiglohnländer, in denen Arbeits- und Umweltschutz meist nur auf dem Papier stehen.
Giftige Gerbschlämme und Färbereirückstände aus der Textilindustrie gelangen dort ungefiltert in die Flüsse. Die Folge: Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser. Viele leiden unter Hautausschlägen, Durchfall, Verlust des Geruchssinns und Krebs.
Geiz macht Umweltverschmutzung
Die größten Kunden der Fabriken sind amerikanische und europäische Modegiganten. Für die Hersteller von Billigtextilien und exklusiver Kleidung zählt nur eines: Geld. Doch auch die Verbraucher tragen Mitschuld, denn “Geiz ist geil”.
Der Umweltaktivist Mark Angelo bereiste drei Jahre lang die Welt und dokumentierte die verheerenden Auswirkungen der Modebranche auf Flüsse, die zu Kloaken werden: schockierende, zuvor noch nie gesehene Bilder. Immerhin gibt es bereits saubere Produktionstechnologien. Sie müssten vom Verbraucher und der Textilbranche nur eingefordert und bezahlt werden.
Quelle: ZDFinfo Doku, 15.05.2019, verfügbar bis 24.09.2020

 

Cholesterin, der große Bluff | Doku
Die Theorie, dass zahlreiche Herz-Kreislauferkrankungen auf einen hohen Cholesterinspiegel zurückzuführen sind, ist im Laufe der letzten 50 Jahre zu einem regelrechten Dogma geworden. Nur wenige forschten in eine andere Richtung und stießen dabei auf große Widerstände seitens der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Der Dokumentarfilm nimmt die Hintergründe unter die Lupe.
In den 50er Jahren häuften sich in den USA Herzinfarkte. Tausende erlagen der neuen Volkskrankheit. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte Ancel Keys, Physiologe an der Universität von Minnesota, 1953 eine Grafik, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Konsum gesättigter Fettsäuren und der Anzahl von Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte. Die Ursache war schnell gefunden: Cholesterin. Später stellte sich heraus, dass Keys gerade die Länder ausließ, die seiner Theorie widersprachen, wie beispielsweise Frankreich, wo trotz des hohen Verbrauchs tierischer Fette verhältnismäßig wenige Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt werden. Im weiteren Verlauf wurde viel Geld dafür verwendet, Keys These zu bestätigen, dass tierische Fette den Cholesterinspiegel und damit die Anzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen lassen. Doch andere Studien sprechen eine eindeutige Sprache: Cholesterin ist nur ein schwacher „Risikomarker”, und ein kausaler Zusammenhang zwischen den Cholesterinwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann nicht festgestellt werden. Die tatsächlichen Risikofaktoren für solche Krankheiten sind vielmehr Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel. Ungeachtet dieser Ergebnisse werden immer größere Summen in Studien gesteckt, die Cholesterin zum Sündenbock machen. Wie kommt es, dass sich diese These in der Gesellschaft und in der Medizin so hartnäckig hält, obwohl es an eindeutigen wissenschaftlichen Beweisen fehlt?
Dokumentarfilm von Anne Georget (F 2014, 83 Min)
Quelle: ARTEde, 03.10.2019