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Warnstreik auf dem Heinrich-König-Platz, März 2018

Für mehr Anerkennung und mehr Gehalt im öffentlichen Dienst

DIE LINKE. Gelsenkirchen unterstützt die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und die Gewerkschaft ver.di in ihrer Forderung nach 4,8% mehr Lohn. „Bislang zeigte sich die Arbeitgeberseite unkooperativ. Sollte es auch hier in Gelsenkirchen zu Warnstreiks kommen stehen wir auf der Seite der Beschäftigten“, sagte Hartmut Hering, Kreissprecher der LINKEN Gelsenkirchen. Ver.di kündigte an, ab dem 22. September erste Warnstreiks durchführen zu wollen.

Dabei müsste die angespannte Situation im öffentlichen Dienst der Stadt Gelsenkirchen sowohl durch mehr Personal als auch durch höhere Gehälter entspannt werden. „In Anbetracht viel zu langer Wartezeiten beispielsweise beim Straßenverkehrsamt oder in den Bürgercentern, einer hohen Dauer bei Planungsverfahren, fehlendem Personal beim Bearbeiten von Förderanträgen und dem chronischen Lehrermangel in der Stadt, wäre eine Gehaltserhöhung um 4,8% mehr als angemessen. Dadurch wird die Stadt als Arbeitgeberin attraktiver“, betonte Hering. 

Das Argument der Gegenseite, dass in Corona-Zeiten Forderungen nach mindestens 150 Euro mehr für Beschäftigte und 100 Euro mehr für Auszubildende unverschämt sein, weist Hering zurück: „Gerade jetzt müssen die handelnden Politiker zeigen, dass ihre Bekundungen und der Applaus während Corona, nicht nur Schall und Rauch gewesen sind. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind ebenso systemrelevant wie Krankenschwestern, Kassiererinnen und Logistiker. Sie alle verdienen für ihre Leistungen ein höheres Salär.“

Bereits bei den letzten Warnstreiks im März 2018 demonstrierte DIE LINKE. Gelsenkirchen an der Seite der Beschäftigten aus dem öffentlichen Dienst auf dem Heinrich-König-Platz. In der aktuellen Verhandlungsrunde soll es erst ab dem 22. Oktober weitergehen. „Die Arbeitgeberseite zeigt durch diese Hinhaltestrategie ihren mangelnden Respekt für die Arbeitnehmer. Warnstreiks sind auch in Corona-Zeiten mit Abstand möglich. Nun müssen die Beschäftigten in Erinnerung rufen, wer im Zweifel am längeren Hebel sitz“, sagte Hering abschließend.