Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
dpa

Willkommen in der Realität!

Sanierungen, Personal: Lehrerverband meldet Bedarf von 118 Milliarden Euro für Schulen.

Und die Regierung aus CDU/CSU und SPD geht weiterhin mit der Aussage hausieren, wir seien eine Bildungsrepublik.

 

Der Deutsche Lehrerverband hat mit Blick auf die nächsten zehn Jahre einen zusätzlichen Finanzbedarf von rund 118 Milliarden Euro an den deutschen Schulen ausgemacht. Diese Summe nannte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Magazin „Focus“.

Der Betrag setze sich aus mehreren Einzelposten zusammen. 48 Milliarden Euro würden für Sanierungen alter Gebäude und Kosten für Neubauten benötigt, hinzu kämen rund 20 Milliarden für den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen, 40 Milliarden für zusätzliche Lehrer und rund 10 Milliarden für weitere Erzieher und Sozialarbeiter.

„Machbare Größe“

Das entspreche Zusatzkosten von knapp zwölf Milliarden Euro pro Jahr, sagte Meidinger. „Das ist angesichts des Umfangs der Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen eine durchaus darstellbare und machbare Größe.“

Akuter Lehrermangel in Deutschland

Nach Einschätzung des Verbands fehlen an Deutschlands Schulen zurzeit fast 40.000 Pädagogen. „Einen derart dramatischen Lehrermangel hatten wir in Deutschland seit drei Jahrzehnten nicht mehr“, hatte Meidinger jüngst bereits der „Passauer Neuen Presse“ gesagt. Derzeit seien rund 10.000 Lehrerstellen nicht besetzt - hinzu kämen etwa 30.000 Stellen, die notdürftig mit Seiteneinsteigern, Pensionisten und Studenten besetzt würden. (dpa)

https://www.berliner-zeitung.de/politik/sanierungen--personal-lehrerverband-meldet-bedarf-von-118-milliarden-euro-fuer-schulen-31158006