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Autokorso der Linksjugend für gleiche Löhne

Statements unserer Genossinnen zu ungleicher Bezahlung und vorherrschenden patriarchalen Strukturen.

Auf die ungleiche Bezahlung zwischen den Geschlechtern machte die Linksjugend in Kooperation mit der LINKEN Gelsenkirchen anlässlich des Equal Pay Days bei ihrem Autokorso durch Gelsenkirchen am 14. März aufmerksam. „Besonders in Zeiten von Corona, in denen unbezahlte Carearbeit, die Unvereinbarkeit von Home Schooling und Home Office sowie wieder vermehrt über Pflegeberufe gesprochen wird, sollte dieser Tage, der in diesem Jahr am 10. März stattfand, eine höhere Aufmerksamkeit erhalten“, sagte Linksjugend-Sprecherin Berna Türkmen. Zum Zweck eines CO2-Ausgleichs sammelte die Linksjugend eine Spende von den Teilnehmenden ein.

„Das letzte Jahr war vor allem und in erster Linie für uns Frauen die Hölle. Nicht nur, dass Frauen die Hauptlast in systemrelevanten Berufen tragen mussten. Sie wurden für diese Arbeit schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Applaus zahlt keine Mieten. Deswegen muss der Equal Pay Day gerade in diesen Krisenzeiten ernstgenommen werden. Genau das wollten wir durch unseren Autokorso erreichen“, so Türkmen weiter. Hochgerechnet auf das Jahr arbeiten Frauen bis zum 10. März umsonst. Erst ab da erhalten sie denselben Lohn wie Männer. „Wir sind ein reiches Land. Das Geld ist nur schlecht verteilt. Wir können uns eine faire Bezahlung leisten. Unsere Gesellschaft will es nur nicht, weil an den entscheidenden Stellen immer noch Männer mit antiquierten Vorstellungen das Sagen haben. Dafür reicht der Blick auf den Anteil von Frauen in Parlamenten oder in Führungsetagen von Unternehmen. Forderungen wie eine Frauenquote, eine echte Anrechnung von Familienarbeit auf die Rentenhöhe oder das Kindergeld nicht weiter vom Hartz-IV-Regelsatz abzuziehen, werden durch strukturellen Patriarchismus blockiert. Gerade als junge Frau finde ich es wichtig, diese Verhältnisse zu ändern. Ich möchte nicht den Rest meines Lebens in einem Land leben, das Frauen immer noch in vielen Bereichen als Menschen zweiter Klasse behandelt. Wir möchten alle anderen Frauen auch dazu aufrufen, sich für einen Wandel stark zu machen“, sagte Türkmen abschließend.