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Gehackt...,- fragt sich nur von wem!?

Was läuft da wieder für ein übles Schmierentheater: `Die bösen Russen sind in unsere sicheren Netze eingedrungen!' salbadert es aus dem Regierungsviertel und die Medien kommentieren diesen Schwachsinn wirklich ernsthaft mit Grabesstimmen-Tremolo.

Zunächst einmal: Sichere Netze gibt es nicht, dass sollte sich bis zum letzten, dümmsten anzunehmenden User herumgesprochen haben! Sie sind solange sicher, bis der Erste die erste  Sicherheitslücke findet, von denen es unendlich viele gibt.

Und außerdem muss jedem klar sein, dass niemand nachweisen kann, wer die Angreifer, die Hacker, sind, außer man hat einen Zeugen, der auspackt, und selbst der kann noch gekauft sein.

Seit den Veröffentlichungen von WikiLeaks mit dem Namen Vault 7 sollte jedem klar sein, dass die Amerikaner und ihre mannigfachen Geheimdienste ständig Hackerangriffe begehen, das ist schließlich ihr Geschäft. Aber seit Vault 7 wissen wir auch, dass sie längst Programme haben, mit denen man bewusst falsche Spuren legen kann, um einen Hackerangriff den Russen, den Chinesen oder den Iranern in die Schuhe zu schieben, je nachdem, wen man gerade in Misskredit bringen möchte.

Über diese Veröffentlichungen waren die Amerikaner not amused und genau deshalb ist WikiLeaks so unendlich wichtig. Getreu dem Motto: "Journalismus ist, etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda.", welches George Orwell zugeschrieben wird. Und an diesem Zitat sollten sich unsere deutschen "Qualitätsmedien" orientieren, aber davon sind wir Lichtjahre entfernt. Diese Aufgabe übernehmen Organisationen wie WikiLeaks und deswegen sind sie unverzichtbar! 
https://wikileaks.org/vault7/#Marble%20Framework

Diesen ganzen Unsinn nennt man wohl Empörungsmanagement und es dient genau einem Zweck: Menschen sollen sich nicht mit den wirklich entscheidenden Fragen befassen und beim nächsten Bundeshaushalt wird mehr Geld für die Geheimdienste, auch euphemistisch "Sicherheitsbehörden" genannt, eingestellt.

Zum ganzen "Drama" ein herrlich-witziger  Kommentar von Felix von Leitner, Fefe, auf seinem Blog:

https://blog.fefe.de/

  • [l] Die Russen haben angeblich das Regierungsnetz gecybert!1!!

    Gut, dass sie da keine peinlichen Geheimnisse finden konnten, weil unsere Regierung nicht genug gearbeitet hat, um peinliche Geheimnisse zu produzieren.

    Lacher am Rande:

    Ausländische Hacker sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in das bislang als sicher geltende Datennetzwerk des Bundes und der Sicherheitsbehörden eingedrungen.
    Ja, äh, nee. Wer zu irgendeinem Netz annimmt, es sei schon sicher, ist inkompetent und sollte gefeuert werden. Erst recht, wenn das Netz von einem externen Dienstleister betrieben wird, wie T-Systems in diesem Fall.
    Die Angreifer sollen Sicherheitskreisen zufolge der Gruppe "APT28" angehören, die viele Fachleute russischen Regierungsstellen zurechnen.
    Äh, nein. Schlangenöl-Verkäufer mit Panikschürmotiv verbreiten Ammenmärchen. Niemand hat da irgendwas zuordnen können. Es gibt da bloß unbelastbares Hörensagen aus nicht ernstzunehmenden Quellen mit kommerziellem Panikschürhintergrund.

    Was für eine Farce mal wieder.

    Hey, wisst ihr noch damals, als München auf Linux umgestellt wurde und von den Russen gehackt wurde? Nicht? WEIL ES NICHT PASSIERT IST. Ja warum bloß!1!!

    Die Lösung für mehr Windows-Malware ist mehr Windows. Genau wie bei School Shootings in den USA. Die Lösung für mehr Gun Violence sind mehr Guns.