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Stadtteilkonferenz

Was tun gegen soziale Ungleichheit und Rechtspopulismus?

 

Der Staat hat sich zurückgezogen. Das spüren die Menschen vor allem im Ruhrgebiet. Hier werden Lehrschwimmbecken für die Schüler geschlossen, Wohnungen immer teurer und jedes dritte Kind wächst in Armut auf. Besonders von Armut betroffen, sind Alleinerziehende, Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner.

Und auch das ländliche NRW ist betroffen. Abends mit dem Bus in die nächste Stadt fahren? Aussichtslos. Wenn der nächste Arztbesuch ansteht, beginnt eine halbe Weltreise. All das sind die Folgen des über zwei Jahrzehnte andauernden Abbaus von sozialer Sicherheit und Mobilität. Ein Ende ist bisher nicht in Sicht.
Gerade im Ruhrgebiet mit einer Armutsquote von über 20 Prozent konnte die rechtspopulistische AfD in Nordrhein-Westfalen ihre besten Wahlergebnisse erzielen. In den ärmsten Stadtteilen fuhr sie teils sogar zweistellige Ergebnisse ein. Diese Verschiebungen sowohl bei den Landtagswahlen vom Mai als auch bei den Bundestagswahlen im September 2017 gilt es anzunehmen und zu beantworten. Wir wollen mögliche Antworten auf diese Entwicklung diskutieren und ihr so einen sozialen Aufbruch von Links entgegenstellen.

Wie kann diese Entwicklung umgekehrt werden? Welche (neuen) Formen der politischen Arbeit braucht es, um die Menschen, in von Armut, Niedriglöhnen und Transfereinkommen besonders geprägten Stadtteilen zu erreichen? Wie können die Menschen dort für fortschrittliche, soziale Politik gewonnen werden? Was sind die ersten Schritte, um in diesen Stadtteilen die Menschen für von einem gemeinsamen Einsatz für eine andere Gesellschaft zu überzeugen? Diesen und weiteren Fragen möchte die Stadtteilkonferenz nachgehen.

Mit:
• Sahra Wagenknecht (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. im Bundestag)
• Prof. Michael Klundt (Hochschule Magdeburg-Stendal)
• Sevim Dagdelen (stellv. Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. im Bundestag)
• Socialist Party (SP)
• Christian Leye (Landessprecher DIE LINKE. NRW)
• Ralf Krämer (ver.di)
• Kommunalpolitischen Forum NRW
• ORKA (Organisierung & Kampagnen, ver.di)
• Amid Rabieh (Kreissprecher DIE LINKE. Bochum)

Neben der politischen Debatte über die richtige Strategie gegen die steigende soziale Ungleichheit und den aufkommenden Rechtspopulismus, soll die praktische Stadtteilarbeit und die Organisierung vor Ort im Mittelpunkt stehen.

Vormittags, von 10. bis 13.45 Uhr, wird es hierzu Workshops geben, die sich jeweils wiederholen, sodass jeder von Euch zwei verschiedene Workshops besuchen kann. Ab 14:30 Uhr wird der öffentliche Teil der Konferenz beginnen mit Podiumsdiskussion und Redebeiträgen.

Die Workshops:
Organizing- und Kampagnenarbeit ist das Thema des Workshops der ORKA, eine gewerkschaftliche Initiative von ver.di. Hier werden Euch Werkzeuge und Konzepte für die Arbeit vor Ort mitgegeben. Wie kann ich eine Kampagne zur Schließung des örtlichen Schwimmbades aufziehen? Was braucht es für Werkzeuge bei der täglichen gewerkschaftlichen Arbeit und wie setze ich diese am besten ein?

Zeitgleich finden im Haus auch zwei Workshops des kopofo nrw statt. Der erste dreht sich um die Bezirksvertretungen. DIE LINKE ist hier bereits breit vertreten. Doch wie arbeite ich in der Bezirksvertretung, um die Verankerung im Stadtteil zu verbessern? Welche Möglichkeiten gibt es und wie nutze ich sie am besten? Im dritten Workshop wird ein*e Vertreter*in der Socialistische Partij (SP) der Niederlande von ihren Erfahrungen berichten und praktische Tipps zur Umsetzung geben. Die Erfolge der SP in der Stadtteilarbeit sprechen für sich.

Wir bitten Euch darum, dass Ihr Euch für die Konferenz anmeldet. Die Aufteilung auf die verschiedenen Workshops erfolgt dann vor Ort.

Für den öffentlichen Teil am Nachmittag (ab 14.30 Uhr) ist keine Anmeldung notwendig.