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Konzerne als Retter?

Die staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Nur sie könne angeblich effizient Armut und Hunger in der Welt bekämpfen. So die Erzählung!

Das Gegenteil scheint oft der Fall. Bei vielen Projekten geht es den Betroffenen im Nachhinein schlechter als zuvor. Der Staat liefert Anschubfinanzierung, bietet Steuererleichterungen und arbeitet mit Großkonzernen und Fonds in teilweise dubiosen PPP Projekten zusammen. Die Regierungen vor Ort lassen teilweise ansässige Kleinbauern vertreiben und Entschädigungen werden in nicht ausreichendem Maß gezahlt. Die Fonds wiederum sitzen zum größten Teil in Steueroasen, weil man dort keine Ertragssteuern zahlen muss. Das gilt scheinbar auch für Fonds, die angeblich auf ethische Kriterien Wert legen. Böden werden durch Monokulturen ausgelaugt und das vorhandene Wissen der dortigen Bauern wird nicht genutzt und die Bauern in die Abhängigkeit getrieben. Der Aufbau staatlicher Strukturen ist offenbar nicht erwünscht. Sozial-ökologische Fragen- meist Fehlanzeige! Zusagen der Unternehmen werden nicht eingehalten und der Staat interveniert nicht.

Der zuständige Minister Gerd Müller, CSU stellt sich dumm und die Ministerialbürokratie im Entwicklungshilfe-Ministerium ist eh zugepflastert mit alten, vom Marktradikalismus beseelten Kumpeln des ehemaligen FDP-Ministers Dirk Niebel, die rein zufällig das gleiche Parteibuch hatten wie er.

Man hätschelt Konzerne, während der Steuerzahler und die Kleinbauern die Zeche zahlen. So sieht heute die Hilfe für die Ärmsten der Armen aus.

Konzerne als Retter?

Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

Dokumentation, Deutschland 2017

https://www.youtube.com/watch?v=GI9OWiq_h8k