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Die LEG Immobilien AG steigert ihren Gewinn auf dem Rücken von Mieterinnen und Mietern

Der Immobilienkonzern LEG hat verkündet, dass er im dritten Quartal deutlich mehr verdient hat und seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent auf 116 Millionen Euro steigern konnte. Diese Summe ist auf eine ausbeuterische Geschäftspraxis zu Lasten der Mieter*innen zurückzuführen, auch in Gelsenkirchen.

Dazu erklärt Nina Eumann, Landessprecherin von DIE LINKE NRW:

„Das ist wirklich die Höhe: Während viele Menschen ihre Miete kaum noch bezahlen können, erzielt das LEG-Management sprudelnde Gewinne – auch während der Corona-Krise. Für dieses Ziel treibt die LEG die Mieten Jahr für Jahr weiter in die Höhe. Das sind Gewinne, die aus den Taschen der Mieterinnen und Mieter gezahlt werden. Deshalb fordert DIE LINKE nicht nur einen bundesweiten Mietendeckel, sondern auch, dass die Wohnungsbestände der riesigen Wohnungskonzerne ins Eigentum gemeinnütziger, öffentlicher Träger überführt werden. LEG, Vonovia, Deutsche Wohnen und Co gehören enteignet. Die LEG hätte niemals privatisiert werden dürfen. Hierfür sind die CDU und FDP in NRW verantwortlich."

Auch in Gelsenkirchen formiert sich seit geraumer Zeit Widerstand gegen die zweifelhafte Geschäftspraxis der LEG. Nach Renovierungsarbeiten in Hassel drohen den Mieter*innen Existenz gefährende Mieterhöhungen, trotz Förderung von staatlicher Seite. 

Amid Rabieh, wohnungspolitischer Sprecher von DIE LINKE NRW fordert eine stärkere Regulierung des Wohnungsmarkts insgesamt und erklärt:

„Einmal mehr zeigt sich: Konzerne wie LEG werden trotz sprudelnder Gewinne nicht freiwillig ihren Beitrag zur Entlastung der Bevölkerung und zur Überwindung der Krise auf dem Wohnungsmarkt in NRW leisten. Wir dürfen die Versorgung mit Wohnraum nicht rendite-orientierten Unternehmen überlassen. Stattdessen fordern wir, zusammen mit dem Deutschen Mieterbund, die Neugründung eines landeseigenen Wohnungsunternehmens und ein Landesprogramm zur Unter­stützung gemeinwohl-orientiert wirtschaftender, kommunaler Wohnungsunternehmen. Die Kommunen und das Land NRW sollen jährlich mindestens 100.000 eigene Wohnungen mit unbefristeter Sozialbindung bauen. Diese Wohnungen müssen barrierefrei und altersgerecht sein. Statt die maximal möglichen Mieten zu verlangen, sollen sich die Mieten des neuen landeseigenen Wohnungsunternehmens an den tatsächlichen Kosten orientieren. Das Land NRW kann so gute Wohnungen zur Verfügung stellen, deren Mietpreise sich auch Menschen leisten können, deren Mietpreise deutlich unter dem aktuellen Marktniveau liegen."