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Fraktion: Arbeitsplatzgarantie für Betroffene von Saturn-Schließung

Der Saturn in der Gelsenkirchener Innenstadt will Mitte des Jahres schließen und alle 28 Angestellten entlassen. Angeblich wegen der zu hohen Mietkosten. Dabei gehört Saturn zu den größten Profiteuren der Pandemie.

Die Linksfraktion fordert: Der Standort muss mit sämtlichen Arbeitsplätzen erhalten bleiben! Die Wirtschaftsförderung muss nun mit Nachdruck daran arbeiten!

Auf die angekündigte Schließung des Saturn an der bahnhofstraße reagiert die Linksfraktion mit Unverständnis.

"Nachdem erst kürzlich der Standort in Buer geschlossen wurde, hat man breit versprochen, das Geschäft in Gelsenkirchen weiter zu betreiben." kommentiert Fraktionssprecher Martin Gatzemeier.

Auch den Grund, den die Geschäftsführung für die Absichten angibt, stellt er infrage: "Sich über einen als zu hoch empfundenen Mietpreis nicht einig zu werden, ist keine Rechtfertigung, um die Brocken hinzuschmeißen und 28 Beschäftigte vor die Tür zu setzen."

Noch dazu gehören Saturn und Mediamarkt, zwei Töchter desselben Konzerns, zu den größten Profiteuren in der Corona-Pandemie. Nicht nur gibt es einen ungebrochenen Ansturm auf Endgeräte für Homeoffice und dergleichen, ebenfalls boomt seit dem ersten Lockdown der Online-Handel.

"Wer derart von der Krise profitiert, steht auch in der sozialen Verantwortung, Arbeitsplätze zu erhalten." so Gatzemeier.

Dass die Wirtschaftsförderung bereits Angebote mit günstigeren Mietobjekten ins Spiel gebracht hat, begrüßt DIE LINKE., aber die Stadt dürfe es nicht bei unverbindlichen Angeboten lassen, sondern müsse mit Nachdruck und aller Kraft den Erhalt des Standortes mitsamt aller Arbeitsplätze forcieren.