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Istanbul-Konvention umsetzen – Frauenhäuser finanzieren

Frauen sind immer noch betroffen von Unterdrückung: Sie reicht von Lohnungleichheit bis hin zum Frauenmord. Auch in Deutschland ist die Gewalt an Frauen ein alltägliches gesellschaftliches Problem. Mindestens jede vierte Frau in Deutschland hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. In etwa der Hälfte der Fälle ist der Partner für diese Taten verantwortlich. Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.

Dazu erklärte unsere Kreissprecherin Ayten Kaplan: „Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Schicksal. Die Gewalt gegen uns ist systemisch, sie ist ein immanenter Bestandteil des patriarchal-kapitalistischen Systems. Überall auf der Welt wird Gewalt gegen Frauen sowohl auf staatlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene bewusst eingesetzt und unterstützt, um unsere Kämpfe um Befreiung und Selbstbestimmung und unsere Widerstände gegen Unterdrückung und Ausbeutung zu ersticken.“

Dringendes Handeln ist auch in NRW nötig. Dazu Kaplan weiter: „Auch in unserem Bundesland wird Betroffenen zu wenig Hilfe angeboten. Gerade einmal 51 neue Plätze wurden in Frauenhäusern geschaffen. Der reale Bedarf liegt bei über Tausend. Hier müssen die Landesregierung und die Kommunen schleunigst nachbessern und endlich die Instanbul Konvetion einhalten! Doch der 25. November ist für uns nicht nur ein Tag des Anklagens. Dieser Tag steht auch für den gemeinsamen solidarischen Kampf aller Frauen. Es ist ein Tag, an dem wir uns auf der ganzen Welt Seite an Seite der Gewalt und der Ausbeutung entgegenstellen, um Patriarchat und Kapitalismus den Kampf ansagen!"