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Der „Macronismsus“ ist am Ende – Das französische Volk begehrt auf

Der Beitrag analysiert die jüngste Fernsehansprache von Emmanuel Macron vor dem Hintergrund massiver Proteste und Streiks von Hunderttausenden gegen seine neoliberale Reformpolitik. Autor Sebastian Chwala bescheinigt dem Staatspräsidenten eine zunehmende Entfremdung von der Bevölkerung sowie die Unfähigkeit, den gesellschaftlichen Zorn konstruktiv aufzugreifen. Statt auf angebliche linksextreme oder migrantische Umtriebe verweist der Text auf jahrelange Sparmaßnahmen, Bildungskürzungen und eine einseitige Umverteilung zugunsten von Vermögenden als eigentliche Krisenursachen. Damit zeichne sich das endgültige Scheitern des marktliberalen Gesellschaftsmodells und der Regierungsära Macrons ab.

Es hatte den Beigeschmack eines bevorstehenden Abgangs, als sich Staatspräsident Emmanuel Macron am vergangenen Sonntagabend per Fernsehansprache an das französische Volk richtete. Nicht nur, dass er sich ganz in schwarz gekleidet hatte – genauso wie einst sein Amtsvorgänger François Hollande, als dieser 2016 aufgrund seiner Unpopularität seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für die Präsidentschaft verkündete. Macron zeigte sich am Sonntag auch noch völlig unfähig, die Gründe der Gewaltexplosionen und Massendemonstrationen am Vortag zu verstehen sowie konkrete Vorschläge an die Demonstrierenden zu machen. Denn neben den sicherlich zum Teil schockierenden Szenen, die sich in vielen Großstädten am Tag zuvor abgespielt hatten, demonstrierten laut Studierendengewerkschaften Hunderttausende, wenn nicht sogar weit über einen Million Menschen ohne Zwischenfälle gegen die fortgesetzte wirtschaftsliberale Agenda des Präsidenten und seines Regierungschefs Lecornu.

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