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Die Linke Gelsenkirchen unterstützt Schulstreik gegen Wehrpflicht am 25. September 2026 in Gelsenkirchen

„Widersprechen. Verweigern. Organisieren.“

 

Die Partei Die Linke Gelsenkirchen unterstützt den Schulstreik gegen Wehrpflicht und ruft junge Menschen dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen. Es wird dazu aufgerufen am Freitag 25. September 2026 nicht zur Schule zu gehen und sich um 10 Uhr auf dem Heinrich König Platz in Gelsenkirchen zu treffen. Die Bundeswehr hat damit begonnen 18-jährige Männer zur Zwangsmusterung vorzuladen. Das war ursprünglich erst für Mitte nächsten Jahres angekündigt. Das gilt auch für Männer, die angegeben haben, kein Interesse an einem Dienst in der Bundeswehr zu haben.

 

Unter dem Schlagwort „Neuer Wehrdienst“ wird der Eindruck vermittelt, der Dienst in der Bundeswehr bleibe freiwillig. Gleichzeitig werden junge Menschen bereits erfasst und auf ihre Eignung für den Militärdienst überprüft.Seit Anfang 2026 erhalten 18-Jährige einen Fragebogen zur Wehrerfassung. Für Männer ist die Beantwortung verpflichtend, für Frauen freiwillig. Die verpflichtende Musterung für Männer des Geburtsjahrgangs 2008 und jünger soll nach den derzeit geltenden Planungen ab dem 1. Juli 2027 beginnen. Auch wer beabsichtigt, den Wehrdienst aus Gewissensgründen zu verweigern, muss grundsätzlich zur Musterung erscheinen.„Wie freiwillig ist ein Wehrdienst, wenn junge Menschen bereits erfasst und gemustert werden – auch dann, wenn sie erklären, keinen Kriegsdienst leisten zu wollen?“, kritisiert Kreissprecher Markus Michael Ledwig. „Der sogenannte „Neue Wehrdienst „schafft Schritt für Schritt die Strukturen, um junge Menschen zu registrieren, medizinisch zu untersuchen und auf ihre militärische Verwendbarkeit zu prüfen. Das lehnen wir ab.“

Die Linke Gelsenkirchen wendet sich gegen eine Politik, die junge Menschen zur Personalreserve der Bundeswehr machen will. Statt Milliarden in Aufrüstung und militärische Strukturen zu investieren, brauche es sichere Schulen, gute Ausbildungsplätze, bezahlbaren Wohnraum und echte Zukunftsperspektiven. „Junge Menschen sollen selbst über ihr Leben entscheiden können. Niemand darf gegen den eigenen Willen zum Dienst an der Waffe gedrängt werden“, erklärt Ledwig. „Wir rufen deshalb dazu auf, sich zu informieren, die eigenen Rechte wahrzunehmen und gemeinsam gegen Wehrpflicht und Militarisierung zu protestieren.“ Wer zur Musterung aufgefordert wird, sollte die Aufforderung sorgfältig prüfen und sich über die eigenen Rechte informieren. Eine rechtliche oder unabhängige Beratung kann dabei hilfreich sein. Wer grundsätzlich keinen Kriegsdienst leisten will, kann sich außerdem über die Möglichkeiten der Kriegsdienstverweigerung informieren. Ein Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer entbindet grundsätzlich nicht von der Pflicht, an der Musterung teilzunehmen. 

Die Linke Gelsenkirchen ruft daher auf:

Widersprechen. Verweigern. Organisieren.

Weitere Informationen zum Schulstreik gegen Wehrpflicht:

Schulstreik gegen Wehrpflicht
25. September 2026
10 Uhr 
Heinrich König Platz
Gelsenkirchen
schulstreikgegenwehrpflicht.com

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