Zukunft des ZF Active Safety Werkes in Gelsenkirchen dauerhaft sichern!
„Die Beschäftigten von ZF Active Safety brauchen eine klare
Zukunftsperspektive,“ erklärt Mirze Edis, Mitglied im
Wirtschaftsausschuss des Bundestags und industriepolitischer Sprecher
der Linksfraktion anlässlich seiner Unterstützung des bundesweiten
Aktionstags der IG Metall für die Beschäftigten der Autoindustrie. Edis
weiter:
"Das ZF Active Safety Werk ist ein wichtiger industrieller Standort für
Gelsenkirchen und die Region. Dass die Kolleginnen und Kollegen heute
gemeinsam mit der IG Metall auf die Straße gehen, ist deshalb ein
wichtiges Signal für den Erhalt des Standortes. Ich teile die
berechtigte Sorge, dass die Zukunft des Standortes gefährdet ist, wenn
sich die Auftragslage weiter verringert. Es braucht verbindliche Zusagen
über 2028 hinaus, um den Beschäftigten in Gelsenkirchen auch langfristig
eine Perspektive zu geben.
Ich unterstütze die Kolleginnen und Kollegen ausdrücklich. Die
Beschäftigten dürfen nicht für Managemententscheidungen und strukturelle
Probleme der Automobilindustrie bezahlen.
Bundesweit stehen Beschäftigte von Mercedes-Benz gegen längere
Arbeitszeiten, Einschnitte bei tariflichen Leistungen und die zunehmende
Unsicherheit über die Zukunft der deutschen Standorte auf.
Generell gilt: Es ist die falsche Antwort, ausgerechnet jetzt die
Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden auszuweiten und gleichzeitig
tarifliche Leistungen infrage zu stellen. Wer die Wettbewerbsfähigkeit
der deutschen Industrie sichern will, muss über Investitionen sprechen:
in neue Fahrzeuge, Elektromobilität, moderne Produktionsanlagen,
Qualifizierung und sichere Arbeitsplätze.
Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht dadurch, dass Beschäftigte länger
arbeiten und am Ende weniger Sicherheit haben.
Als Gewerkschafter und langjähriger Betriebsrat weiß ich: Gute
Tarifverträge, Mitbestimmung und sichere Arbeitsplätze sind kein
Hindernis für industrielle Stärke. Sie sind ein wichtiger Bestandteil
davon.
Es braucht Investitionen statt Kürzungen, Zukunftsprodukte statt
Standortunsicherheit und gute Arbeit statt Angriff auf Tarifstandards.
Auch die Politik ist gefordert. Wir brauchen eine aktive
Industriepolitik, die dafür sorgt, dass Wertschöpfung und gute
industrielle Arbeitsplätze in Deutschland erhalten bleiben. Katharina
Reiche muss handeln und nicht tatenlos zuschauen. Frau Reiche hat die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bisher nicht einmal bei ihren
Arbeitskämpfen unterstützt. Dies zeigt genau, wessen Interessen Sie im
Bundestag vertritt.
Die Kolleginnen und Kollegen haben lange genug ihren Beitrag geleistet.
Jetzt ist das Unternehmen am Zug. Die Beschäftigten sind nicht das
Problem – sie sind Teil der Lösung."

