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Roter Salon: "Die Legende vom unpolitischen Fußball."

Ort: Werner-Goldschmidt-Salon, Wildenbruchstraße 15–17, 45888 Gelsenkirchen
Veranstalter: Die Linke Gelsenkirchen

Fußball ist nie nur Sport gewesen. Seit seinen Anfängen im späten 19. Jahrhundert war er ein Schauplatz sozialer, politischer und kultureller Konflikte. Im Ruhrgebiet spiegeln sich darin die Machtkämpfe zwischen Bürgertum, Arbeiterschaft und Industrie wider. Referent Hartmut Hering, Herausgeber des renommierten Buches „Im Land der 1000 Derbys“, führt durch die faszinierende und oft vergessene Geschichte des Revierfußballs.

Am Donnerstag, 16. Juli 2026, um 19 Uhr, lädt Die Linke Gelsenkirchen zu einer spannenden Veranstaltung ein: Die historische Diashow „Die Legende vom unpolitischen Fußball“ erzählt die bewegte Geschichte des Ruhrgebietsfußballs – zwischen bürgerlicher Tradition, Arbeiterkultur und gesellschaftlichem Widerstand.

Fußball ist nie nur Sport gewesen. Seit seinen Anfängen im späten 19. Jahrhundert war er ein Schauplatz sozialer, politischer und kultureller Konflikte. Im Ruhrgebiet spiegeln sich darin die Machtkämpfe zwischen Bürgertum, Arbeiterschaft und Industrie wider. Referent Hartmut Hering, Herausgeber des renommierten Buches „Im Land der 1000 Derbys“, führt durch die faszinierende und oft vergessene Geschichte des Revierfußballs.

Fußball als Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzungen

Die Diashow beleuchtet zentrale Momente der politischen Dimension des Fußballs:

  • Arbeiterklasse erobert den Ball: Nach dem Ersten Weltkrieg beendeten Arbeiter:innen die Vorherrschaft bürgerlicher Vereine und machten Fußball zu ihrem eigenen Projekt.
  • Widerstand und Ausgrenzung: Vom sozialistischen Arbeitersport der Weimarer Jahre über die Selbstbehauptung jüdischer Sportler:innen bis zu den Protesten der Fans gegen rassistische und rechtsextreme Parolen.
  • Wirtschaft und Politik im Stadion: Wie Industrie und Verbände den Fußball für ihre Interessen instrumentalisierten – von der Unterstützung durch die Stahl- und Kohlekonzerne bis zu den Gleichschaltungsversuchen der Nationalsozialisten.

„Die Stadien des Ruhrgebiets waren und sind bis heute Orte, an denen gesellschaftliche Konflikte ausgetragen werden“, erklärt Hering. „Die politische Dimension des Fußballs reicht weit über das Spielfeld hinaus – und diese Geschichte verdient es, erzählt zu werden.“

Veranstaltungsdetails

  • Datum: Donnerstag, 16. Juli 2026
  • Uhrzeit: 19:00 Uhr
  • Ort: Werner-Goldschmidt-Salon, Wildenbruchstraße 15–17, 45888 Gelsenkirchen
  • Veranstalter: Die Linke Gelsenkirchen
  • Referent: Hartmut Hering (Hrsg. von „Im Land der 1000 Derbys“)

Der Eintritt ist frei.

„Fußball ist mehr als ein Spiel – er ist ein Stück Gesellschaftsgeschichte.“

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